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Ich möchte hier den Versuch unternehmen, auch denen, die sich das nicht so sehr zutrauen,
eine Inspektion näher zu bringen, der Aufwand ist gering und die Kosten noch niedriger.
Auf jeden Fall niedriger als in der Werkstatt.
Ich möchte natürlich keine Werkstätten arbeitslos machen, auch wenn ich selbst
eher selten eine brauche. Es ist meiner Meinung aber nicht verkehrt, eher sogar wichtig, sein
Motorrad ein wenig zu kennen. Und auch wenn man sonst wegen jedem Kleinkram in die Werkstatt
fährt, eine ADAC-Mietgliedskarte im Portemonnaie hat und eigentlich gar nichts selbst machen
will, ist es nicht schlecht, wenn man sich im Ernstfall ein wenig selbst helfen kann und nicht
wegen jeder Kleinigkeit einen Spezialisten braucht.
Die Wartungsarbeiten sind alle mehr oder weniger einfach und auch von begnadeten Pfuschern zu erledigen.
Fast alles ist recht einfach zu erreichen und durch den einfachen Aufbau des Einzylinders hat man wenig zu tun und alles nur einmal.
Ich habe für mich einen kurzen Inspektionsplan zum Abhaken erstellt, den ich mir vor der
Inspektion ausdrucke und nutze, damit ich möglichst nichts vergesse, und die nötigen
Daten zur Hand habe, ohne mit verschmierten Fingern im Handbuch rumsuchen zu müssen.
Wer daran Interesse hat, findet eine HTML-Version davon hier.
Im folgenden eine Beschreibung der Tätigkeiten, die bei der Inspektion anfallen.
Das wichtigste zuerst:
Man benötigt ziemlich wenig Werkzeug für eine komplette Inspektion und das meiste
dürfte im halbwegs gut sortierten Haushalt vorhanden, bzw. in einem mittelteuren
Werkzeugkoffer vorzufinden sein.
Man findet eigentlich auch alles, bis auf die Fühlerlehre und die 17er Nuß zum Drehen
der Kurbelwelle, im Bordwerkzeug.

Für den Ölwechsel sollte man noch eine Auffangwanne für das Öl nehmen, oder
etwas Vergleichbares.
Wer Angst um die Kleinteile hat, noch eine Schale für Schrauben, Schraubstopfen,
Unterlegscheiben, etc.
Wer auch größere Reparaturen selbst angehen will, oder bei Problemen selbst Hand anlegen möchte, sollte sich auf jeden Fall das Werkstatthandbuch besorgen. Es kostet ca. DM140,- und ist natürlich bei jedem Honda-Händler zu bekommen.
Wer nicht so viel Geld ausgeben will, kann sich auch das Reparaturbuch aus dem Bucheli-Verlag besorgen. Das sind die rot-weißen Bücher für DM42,-. Diese Anleitungen sind allerdings nicht immer so gut, es gibt durchaus welche bei denen Werte falsch angegeben sind.
Das Geld ist auf jeden Fall gut angelegt und man holt es im Grunde schon raus, wenn man deswegen nur eine Inspektion selbst macht.
Außerdem sind ist die Bebilderung schlecht, die Zeichnungen mies und manche Arbeitsschritte schlecht oder sehr kurz erklärt. Ich rate auf jeden Fall zum original Werkstatthandbuch.
Dann kann es auch schon losgehen.
Das folgende ist der Überblick über alle Tätigkeiten, eine genauere Beschreibung zu
jedem Punkt gibt es unter dem Link der jeweiligen Überschrift.
Bildchen zu den einzelnen Schritten finden sich auch dort.
1. Verkleidungsteile, Sitzbank und Tank entfernen.
2. Öl- und Ölfilterwechsel
- Öl im vorderen Rahmenrohr und im Motorgehäuse
- 1,9l Öl ohne Filterwechsel, 1,95l mit Filterwechsel
- Ölstand kontrollieren
3. Ventilspiel kontrollieren und einstellen
- Kolben auf oberen Totpunkt (OT) stellen
- Ventilspiel:
- Einlaß 0,10mm
- Auslaß 0,12mm
- Kette, Ritzel und Kettenrad
- Bremsflüssigkeit
- Bremsbeläge
- Reifen
- Beleuchtung
- Leerlauf
- Gasgriff-, Kupplungsspiel
- Gabelsimmeringe
- Schrauben, die gelöst wurden
- Radlager
- Lenkkopflager
- Schwingenachslager
Weiter zu Verkleidung und Ölwechsel
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