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Mein Mopped frißt anscheinend für sein Leben gern Rücklichtbirnchen, was mir natürlich ziemlich gegen den Strich geht.
Nachdem ich mir die Dominator gekauft hatte, ging nach 1000km schon das erste kaputt.
Naja, dachte ich, macht ja nix, neues rein, passiert halt. Es war nur dumm, daß gerade
Wochenende war, ich das Birnchen unbedingt brauchte und dafür DM 5,- an der Tankstelle
hinlegen mußte, besonders nachdem das Birnchen 450km später, am nächsten Tag
schon wieder kaputt war.
Die Birnchen halten im Schnitt kaum 3000km und fallen natürlich immer nachts aus, ich bin schon 40-50km nachts unwissentlich ohne Rücklicht gefahren, tolle Erfahrung.
Da ich keine Fehler an der Elektrik feststellen konnte, und die Birnchen auch eher durchvibriert als durchgebrannt aussehen, blieb mir nichts weiter, als an den Symptomen herumzudoktorn.
Zwei Möglichkeiten schienen mir brauchbar
1. Verstärkte Birnchen
Es gibt Heavy-Duty-Lampen für den Scheinwerfer, und als 24V-Birnen für
LKWs, aber keine in 12V für das Mopped.
Es gibt dann noch Birnen mit 8W-Wendel. Das wäre vielleicht noch eine
Möglichkeit, falls die Birne wirklich kaputtvibriert ist, die
8W-Wendel dürfte ein wenig stärker sein als die normale 5W-Wendel,
aber ausprobiert habe ich das nie.
2. Notbeleuchtung neben der normalen Birne
Erst wollte ich eine zweite Birne ins Rücklicht einbauen, aber der Aufwand
ist recht groß und der Platz beengt, das fiel also flach.
Dagegen sind LEDs in der Größe genau richtig und die superhellen
LEDs bringen genug Licht, um als Notbeleuchtung zu dienen, bis man ein neues
Birnchen eingesetzt hat.
Die LED-Leiste ist inzwischen eingebaut und funktioniert.
Entgegen der ersten Version mit fünf superhellen LEDs, wie sie hier zu sehen ist...
...habe ich aber jetzt eine Version mit vier normalen LEDs verwendet und diesmal auch keinen Poti, nur einen normalen Widerstand.
Ich habe diesmal normale LEDs verwendet, weil ich die erste LED-Leiste mit den superhellen LEDs
verschlampt habe und mir normale LEDs auch hell genug erschienen.
Da die fünf LEDs in Reihe der ersten Version nach Expertenmeinung im instabilen Bordnetz
auch nicht sonderlich gut funktionieren würden, habe ich diesmal je zwei in Reihe und das
ganze dann parallel hinter den Widerstand gebaut. Funktioniert wunderprächtig
Man muß nur ein passendes Loch in den Reflektor des Rücklichts bohren/fräsen/schneiden, die LEDs von hinten durchschieben und das ganze befestigen. Schnell und effektiv geht das mit Heißkleber, ich habe Polyacryldichtmasse verwendet, weil die gerade zur Hand war.
Die LEDs sind auch hell genug, zwar nicht so hell wie das normale Lämpchen, aber als Notbeleuchtung ausreichend
Das Licht der LEDs wird nicht so gut gestreut wie das eines Birnchens und das Kennzeichen wird bei ausgefallenem Lämpchen auch nicht mehr beleuchtet, aber da das Ganze nur als Notbeleuchtung dienen soll, ist mir das egal.
Eins sollte man dabei allerdings nicht vergessen: Modifikationen am Rücklicht sind illegal
und das Rücklicht verliert dadurch die Betriebserlaubnis, d.h. daß man es eigentlich
nicht mehr im Straßenverkehr einsetzen darf.
Ein Punkt der mich nicht sonderlich stört, meine Sicherheit ist es mir wert und wer was
dagegen hat, darf gerne mal nachts mit defektem Rücklicht auf dem Motorrad durch die
Gegend fahren.
Den Punkt mit der BE könnte man auch umgehen, indem man die LEDs nicht in das Rücklicht einbaut, sondern anderweitig am Fahrzeug, ich weiß aber nicht genau, inwieweit und welche Zusatzlampen einfach so angeschlossen werden dürfen, da gibt es auch einiges an Vorschriften, die ziemlich viel verbieten.
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