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Wer kennt das nicht, man ist im Urlaub unterwegs und kommt an einer Stelle vorbei, an der man unbedingt ein
Foto schiessen will. Aber das geht nicht immer, manchmal kann man nicht anhalten. Manchmal hat man auch einfach keine
Lust die ganze Prozedur mit Anhalten, Foto rauskramen, Fotos machen und Foto wieder wegpacken durchziehen zu müssen.
Oder man möchte man ein paar nette Fotos oder auch kleine Videos von unterwegs haben, ein paar "Action-"Aufnahmen...
Wegen des ersten Punkts habe ich mir überlegt, eine Digitalkamera direkt ans Motorrad zu schnallen, so daß man eben mal
schnell auf den Auslöser drücken kann, wenn man unbedingt jetzt und sofort ein Foto haben will.
Da ich nicht wußte, ob und wie das funktioniert, ob die Bilder überhaupt brauchbar sind, ob die Kamera die Wackelei
auf dem Motorrad mitmacht oder ruckzuck den Geist aufgibt, habe ich mich erstmal für eine möglichst billige Kamera
entschieden. Sie brauchte keinen besonderen Komfort, Autofocus ist unnötig, Einstellung auf unendlich reicht völlig,
Display ist auch nicht nötig, Blitz braucht man nicht, irgendwelche Effekte sowieso nicht.
Die drei wichtigen Punkte waren
Ich habe mich für eine Aiptek Smart irgendwas entschieden, da sie die drei Punkte am besten traf. Sie besitzt
keinerlei erwähnenswerte Leistungsdaten, die Bildqualität ist mies, aber für den Versuch sollte es reichen.
Die Montage gestaltete sich etwas schwierig, da das Verlegen des Auslösers nicht funktionierte, also musste sie
in Greifnähe, damit man sie sitzend manuell auslösen kann.
Nachdem ich mir massenhaft Gedanken über den passenden Platz und eine schöne und haltbare Konstruktion gemacht hatte,
kam der Urlaub mit schnellen Schritten näher, also mußte eine schnelle Lösung her. Die Kamera fand ihren Platz an meiner
NX650 links am Lenker, mit einer etwas wackligen Konstruktion aus Lochblech und Schlauchschellen wird sie nun etwas
erhöht rechts vom linken Spiegel gehalten, so daß sie weitestgehend freien Blick nach vorne hat, und man sie auch
während der Fahrt gut erreichen kann.

An der Stelle sieht es zwar etwas behämmert aus, funktioniert aber ganz gut. Die Kamera hält auch bisher, obwohl sie
nur mit einer Schraube am Stativgewinde gehalten wird. Sicherheitshalber habe ich sie noch mit einem Kabelbinder an
der Schlaufenhalterung befestigt, damit sie nicht wegfliegt, wenn sich die Schraube doch mal lösen sollte.
Und da Provisorien ja bekanntlich am längsten halten, ist bisher noch nix aus einer besseren Halterung geworden...
Wegen der Bildqualität hab ich mir von Anfang an keine großem Hoffnungen gemacht, ich hatte erwartet, daß mindestens 90% der Bilder komplett verwackelt sind, umso größer war dann die Freude nach dem Urlaub (kein Display...), daß ganz im Gegenteil, 90% der Bilder brauchbar waren, keine Top-Qualität, aber wenigstens ansehnlich. Viele sind zwar etwas wellig, aber das Ergebnis ist um Längen besser als ich es mir vorgestellt hatte, nur wenige waren so verwackelt, daß sie völlig für die Tonne sind.
Hier eine kleine Auswahl:
Es gibt allerdings auch die Unbrauchbaren:
Da man mit der Kamera auch kurze Videos aufnehmen kann, mußte ich das natürlich ausprobieren. Es funktioniert nicht so wahnsinnig toll, die Videos sind pixelig und verwackelt, aber besser als nichts. Da die Kamera kein Mikrofon besitzt, leider auch nur ohne Ton.
Hier zwei Kostproben (XVID-Codec wird benötigt):
| 1,6 MB Verkleinert und relativ stark komprimiert |
5.5 MB Originalgröße, nur wenig bearbeitet |
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